One bag, different Styles. Im Interview mit ZOE LU.

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Teresa Casamonti
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Eine Handtasche ist eins der schönsten Accessoires, die eine Frau tragen kann. Doch müssen Handtaschen oft nicht nur schön, sondern vor allem auch praktisch sein. Das haben sich drei Mädels aus München Ende 2017 auch gedacht und haben das Label ZOÉ LU gegründet. Seither designen sie nicht nur äußerst funktionale, sondern auch überaus schöne Handtaschen.

Hier findet hr den Best Buddy Basis-Taschenkörper in hellblau.

Der Clou - die Wechselklappen und deren Funktion eigentlich selbsterklärend. Sie lassen sich durch einen Reißverschluss auf der Rückseite des Taschenkörpers ganz einfach austauschen und so den verschiedenen Outfits und Gelegenheiten anpassen. Ein weiterer Pluspunkt: Auf Reisen könnt Ihr die Flaps extrem platzsparend ganz flach im Koffer verstauen. Ihr habt also quasi immer mehrere Taschen dabei!

Aktuell bin ich sehr verliebt in das hellblaue Modelle. Es lässt sich so wunderbar mit ganz vielen verschieden Klappen kombinieren. Von sportlich bis elegant. Es hat richtig Spaß gemacht all diese Looks in Szene zu setzen - ein Video dazu findet ihr am Endes des Blogbeitrages. One bag -different styles.



Hier findest du wunderschöne Wechselklappen für deinen Taschenkörper.

Ih habe mit den Mädels mal ein wenig geplaudert und hier kommt es:

Das Interview...

mit dem Trio Creativo Larissa Walter, Ulrike Heinz und Jennifer Rüggeberg.

Erzählt mal Mädels, woher kennt ihr euch eigentlich und wie seid ihr eigentlich dazu gekommen gemeinsam ein Taschenlabel zu gründen?

Larissa:

Uli und ich kennen uns schon seit der Schulzeit. Wir waren zusammen im Gymnasium und immer beste Freunde. Wir haben dann sogar ein Jahr zusammen an der Meisterschule für Mode in München studiert, ich habe dann zu Industrial Design an die FH in München gewechselt und Uli hat an der Meisterschule weiterstudiert.

Nach der Uni bin ich dann nach Hamburg gegangen und habe bei Ludwig Görtz als Handtaschendesignerin für die verschiednen Eigenmarken zu arbeiten. Uli ist in München geblieben und hat als Grafikdesignerin für Mini, BMW und andere große Marken gearbeitet.

Uli: Irgendwann rief mich Larissa etwas frustriert an und meinte: "Uli, dass was ich hier mache, können wir auch selber machen!" Und das war eigentlich der Startschuss für unsere Selbständigkeit. Wir haben damals schon ZOÉ LU gegründet, allerdings ganz andere Taschen gemacht - eher im Liebeskind Style und diese über Händler verkauft. Das mussten wir allerdings nach 3 Jahren aus diversen Gründen aufgeben. Unter anderem, weil wir zu wenig über Marketing wussten und auch viel zu wenig Marketing betrieben haben.

Larissa: Das war natürlich ein absoluter Tiefpunkt. Sein eigenes Label aufgeben tut richtig weh. Aber, dann musste es natürlich weitergehen! Wir haben dann erstmal wieder als Freelance Designer gearbeitet. Einfach auch um natürlich Geld zu verdienen. Und so haben wir über einen Designauftrag Jennifer kennengelernt. Sie hat bei Marc O’Polo als Head of Design gearbeitet – übrigens auch nach dem Scheitern mit ihrem eigeneren Business!

Jennifer: Ja genau. So haben wir uns kennengelernt. Larissa und Uli hatten die Idee mit der Tasche mit den Wechselklappen schon eine ganze Weile. Und als dann das Handtaschen Design bei Marc O’Polo außer Haus gegeben wurde und die ganze Designabteilung aufgelöst wurde, haben wir gesagt: ok, dass ist jetzt einfach der Moment nochmal neu durchzustarten. Und diesmal mit den Learnings, die wir aus unserem ersten Scheitern gezogen haben.

Wie kamt ihr auf das Design und die Form der Taschen? 

Uli: Wir hatten ja unseren Namen ZOÉ LU schon - den fanden wir immer noch schön und alle anderen auch. ZOÉ fanden wir einfach toll und L steht für Larissa und U für Uli - haha - ganz einfach! Während wir als Freelancer gearbeitet haben, hatten wir immer weiter den Traum, doch wieder etwas eigenes zu starten und haben an verschiedensten Ideen getüftelt, wie man eine Tasche einfach umgestalten könnte.

Larissa: Und eines Tages sind wir durch die Stadt gelaufen und haben wieder überlegt und uns andere Taschen angeschaut und dann kam uns der Geistesblitz! Einfach, die Klappe auf der Rückseite einer Tasche mit einem Reißverschluss befestigen!!!! Das war einfach DIE IDEE! Dann haben wir erstmal die Handtaschenzeitschriften der letzten 40 Jahre durchgeschaut, um die perfekte Tasche dafür zu finden. Und es war einfach die Saddlebag: Diese Tasche gibt es immer. Mal ist sie runder, mal ist sie eckiger - das unterliegt dem Trend. Wir haben uns dann für eine Form entschieden, die immer beständig ist.

Uli: Ja, genau - unsere Form der Saddlebag ist zeitlos. Sie ist immer richtig und nie aus der Mode. Das genau ist auch unser Konzept. Mit dem Austauschen der Klappen kann man das Aussehen der Tasche komplett verändern und so können wir dem Wegwerfwahn entgegen wirken.

Wo und wie werden eure Taschen produziert?

Jennifer: Uli und Larissa hatten schon verschiedene Anläufe genommen, Muster in Portugal, Italien und Deutschland fertigen zu lassen. Leider gestaltete dies sich äußerst schwierig. In Deutschland war die Produktion so teuer, dass die Tasche auf dem Markt einfach viel zu teuer gewesen wäre. Und die Produktion in Italien und Portugal war so unzuverlässig, dass es über ein Jahr dauerte Muster herzustellen. Und dann war es auch so, dass sich herausstellte – in Italien, wir die Tasche von Chinesen hergestellt, die für Produktion unter schlechten Bedingungen nach Italien geholt werden um dann „made in Italy“ darauf zu schreiben. In Portugal war es so, dass die Prototypen in Portugal gemacht werden, die Produktion jedoch in Indien gefertigt wird und dann über Portugal nach Deutschland gebracht wird. Das erschien uns beides nicht fair. So haben wir über meine Kontakte dann eine tolle Manufaktur in Indien gefunden und eine in Rumänien. Unser Leder kommt aus Italien, von einem zertifizierten Lieferanten. Mit diesem Leder beliefern wir beide unsere Fabriken.

Larissa: Es war wirklich unser Glück, dass Jennifer die richtigen Kontakte mitgebracht hat. Wir waren von unserer Lieferantensuche schon etwas demotiviert. Und dann konnte es endlich losgehen. Wir haben dann ca. nochmal ein Dreiviertel Jahr für den Musterungsprozess und die erste Produktion gebraucht. Und dann, im November 2017, ging es endlich los. Am 6. November haben wir den Verkauf in unserem online Shop gestartet.

Uli: Endlich war es dann soweit. Und seither, gab es natürlich auch immer wieder Ups and Downs, aber im großen und ganzen sind wir total glücklich, dass unsere Idee auch bei allen Mädels da draußen so gut ankommt und wir mittlerweile ein kleines tolles Team mit Angestellten haben, die genauso für ZOÉ LU brennen wie wir. Und die vielen tollen motivierenden Nachrichten, die wir auch jetzt täglich in Coronazeiten erhalten, sind einfach das was uns jeden Tag motiviert aufzustehen und weiterzumachen! 

Larissa: Und ganz großen Dank an Dich, liebe Teresa, und auch andere Blogger, die ein kleines Label wie uns mit genauso viel Leidenschaft unterstützen!


Der Dank geht an euch. Ich bin einfach ein großer Fan eures Labels und freue mich, dass ich euch coolen Mädels unterstützen darf. Ich freue mich jedes Mal eine neue Klappe von euch in Szene setzen zu können, denn es macht so viel Spaß sie untereinander zu kombinieren. Wie ihr sehen könnt:

One Bag, different Styles.



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