Von jetzt auf gleich Familie. Das ist unsere Geschichte!

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Teresa Casamonti
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Im Januar 2015 startete unsere Beziehung. Um genauer zu sein – mit der Zeugung unserer Tochter. Tja – so kann es passieren. Es hat uns schon ein bisschen geschockt. schockiert. Ich möchte nicht ins Detail gehen – aber damit haben wir beide nun wirklich nicht gerechnet. Etwas panisch und ratlo stellte sich uns nun die Frage: Was nun?

Naja, soviel stand fest – im September 2015 wird definitiv ein neuer Mensch die Welt erblicken und geboren werden. Daran gab es keinen Zweifel. Die Frage war nur – wird es Eltern haben, die getrennt leben und in wöchentlicher Absprache das Kind austauschen, behüten oder gelegentlich besuchen oder wird es zumindest die Chance bekommen in einer Familie aufwachsen zu dürfen, wo Papa und Mama immer präsent sind und für das kleine Wesen da sein können?

Unser Fazit: Wir beschlossen, das Projekt Beziehung, Schwangerschaft und Familie gemeinsam zu versuchen und zu starten. Nach dem Motto: Garantie hast du nie. Und wenn es nicht klappt – dachten wir – so hätten wir es zumindest versucht. Wie viele Beziehungen scheitern nach fünf, sieben oder zehn Jahren. Ein Versuch war es wert. Und käme es doch zu einer Trennung, so ließe sich das doch wohl auch erwachsen klären. So die Abmachung.

Doch dazu kam es nie.

Einige Monate später machte mir Basti auf Bali einen Antrag. Unsere achtwöchige Backback-Tour durch Asien, inklusive 10 Monate alten Paulina in der Trage schweißte uns nicht nur unglaublich zusammen, sondern hier lernten wir uns so richtig kennen und lieben. Wir waren begeistert. Und glücklich. Jeden Tag verliebten wir uns ein bisschen mehr ineinander. Wie ähnlich wir uns doch in so vielen Dingen waren. Wie gut wir uns ergänzten. Wie sehr wir uns gegenseitig respektierten, bewunderten und wie sehr wir den anderen für so viele Kleinigkeiten anfingen zu lieben – das überraschte auch uns. Am Ende sollte wohl nicht der Verlobungsring das wohl schönste Mitbringsel unserer Reise bleiben, sondern Carolina. Die sich dann neun Monate später zu unserer Familie dazu gesellte.

Natürlich überraschte das nicht nur uns, sondern auch unser gesamtes Umfeld. Viele Bekannte und sogar Freunde hätten wahrlich mit solch einer Entwicklung gar nicht gerechnet. Zumindest besaßen sie den Anstand und bedrängten uns nie. Ließen uns in Ruhe und bedrängten uns nicht.  Nein – sie beobachteten und wünschten uns nur das Beste. Vielleicht war es sogar für die meisten überhaupt ein Wunder, dass unsere Beziehung nicht zerbrach. Insbesondere als nach den ersten euphorischen Wochen nach der Geburt, das Kind anfing unseren Alltag zu beherrschen, die Zweisamkeit verschwand und nicht mehr viel Zeit für eine junge, noch wachsende Liebesbeziehung war. Aber soll ich euch was sagen: mit jeder Herausforderungen wuchs sie sogar.

Ja Teamwork statt Kapitualation! - ging es im letzten Jahr und im Zuge des Umbaus manchmal wirklich ganz schön stressig zu, haben wir auch das  wirklich gut gemeistert. Immerhin stehen wir noch hier. Stolzer und stärker denn je. Enger zusammen, als je zuvor. Und können immer noch lachen. Mit und vor allem aber auch - über uns. Denn die Stürme, durch die wir gingen, brachten uns eben auch immer wieder zurück ins Leben.

Ich finde ja, es sind doch gerade die trubeligen Zeiten, die tiefen Fälle und die unangenehmen Erfahrungen, die unsere wahre Natur hervorbringen und es liegt an uns, sie zu nutzen: die Chance daran zu wachsen. Taffer und robuster zu werden. Sensibler dem anderen gegenüber zu werden. Also danke eben auch an all diejenigen, die uns lieber hätten scheitern gesehen. Doch wir sind es nicht. Wisst ihr - ich könnte jetzt noch so viele wahnsinnig, schöne Worte finden. Worte mit so viel Qualität. Mit so viel Mehrwert. Doch am Ende zählt nur eines: sich gegenseitig zu respektieren und wenn nötig, eben auch mal mutig und selbstbewusst in die Konfrontation zu gehen. Mit viel Liebe und Wertschätzung füreinander. Sich jeden Tag aufs neue genau so zu begegnen. Auf die Bedürfnisse des anderen eingehen zu können. Auch wenn es nicht immer einfach ist und man sich selbst zu gern in den Fokus nimmt. Aber ist das nicht gerade auch ein Zeichen für eine wirklich gute Partnerschaft? In der wir uns nicht nur gegenseitig unterstützen, sondern dem anderen auch alles von Herzen zu gönnen. Uns freuen den anderen glücklich zu sehen. Unabhängig davon am Ende derjenige zu sein der das Gefühl ausgelöst hat. Nein, wir sind nicht perfekt. Wir wollen es auch gar nicht sein. Denn perfekt bedeutet nicht automatisch auch gut. Denn nichts aber auch gar nichts wird je perfekt in deinem Leben laufen. Und wenn du es schaffst dich davon frei zumachen, dann wirst du merken, dass es dir viel besser gehen wird.

Eure Teresa

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